Prostatakrebs

Beim Prostatakrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Prostata, der unbehandelt, vor allem beim 50-70 jährigen Mann, meist einen die Lebensqualität beeinträchtigenden Verlauf zeigt. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden beim organbegrenzten Prostatakrebs verschiedene Therapieformen entwickelt und bestehende Techniken optimiert. Die Evaluierung und Etablierung neuer, innovativer Behandlungsmethoden messen sich an dem seit Jahrzehnten angewendeten offenen chirurgischen Verfahren, das ebenfalls operationstechnisch dauernd verbessert wurde.

Nachdem Schuessler und seine Mitarbeiter 1991 - 1995 in den USA nach 9 durchgeführten laparoskopischen Operationen wegen erheblichen technischen Schwierigkeiten keine weiteren Eingriffe planten wurde die Operationstechnik 1998 in Frankreich von Guillonneau und Vallancien und Abou und Mitarbeiter wieder aufgegriffen und perfektioniert. Seither wird in Europa in zahlreichen Kliniken die laparoskopische Prostataentfernung routienemässig als minimal invasives Verfahren erfolgreich durchgeführt. Den Nachteilen dieser Technik, wie teure Investitionen und eine anspruchsvolle Lernphase, steht eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber.

In der Klinik Lindberg wurden seit dem August 2000 bis Ende 2006 > 200 radikale Prostataoperationen laparoskopisch durchgeführt. 95 Prozent der Patienten waren nach 6 Monaten normal kontient.

 

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